ME­DIA­TION





Mediation ist eine Methode, bei der die Beteiligten mit meiner Unterstützung als Mediatorin in Eigenverantwortung eine Lösung ihres Konfliktes erarbeiten, die dann in einer für alle verbindliche Vereinbarung mündet.

Zentraler Punkt einer Mediation ist es, die eigentlichen Probleme, Interessen und Bedürfnisse, die sich häufig hinter einem Konflikt verbergen, herauszuarbeiten, um so nachhaltige Lösungen zu erzielen.

Ein Wechsel der Perspektive ist in der Mediation häufig ein hilfreiches Instrument.

Diese Methode hat sich zwischenzeitlich in vielen Bereichen bewährt. Hierzu zählen nicht nur familien- und erbrechtliche Streitigkeiten, sondern auch Konflikte in Betrieben, Schulen, etc.

Parabel

Seit ich 1990 das erste Mal mit dem Thema Mediation in Berührung gekommen bin, begleitet mich die folgende Parabel in meiner Berufstätigkeit.

Am Ende eines Markttages streiten sich 2 Personen bis aufs Messer um die letzte Kiste Orangen des Marktstandes. Dann kommt eine 3. Person hinzu und fragt die Beiden, wozu sie die Orangen jeweils benötigen würden. Die Antwort der 1. Person lautet, sie benötige die Orange zum Herstellen von Saft, die der 2. Person, sie benötige die Schale für einen Kuchen. In Kenntnis dessen, wofür die Orangen benötigt wurden, ließ sich eine für beide streitenden Personen befriedigende Lösung finden.

Die Prinzipien der Mediation sind:

  • Eigenverantwortlichkeit der Beteiligten,
    d.h. die Entscheidungsbefugnis wird nicht an Dritte abgegeben. Die Teilnehmer sind also selbst für die Ergebnisse verantwortlich.

  • Allparteilichkeit der Mediatorin,
    d.h., dass die Mediatorin für die Sichtweisen aller Konfliktparteien dasselbe Verständnis hat, also quasi auf Seiten aller Medianten steht.

  • Freiwilligkeit,
    d.h. jeder Beteiligte muss die Teilnahme an der Mediation wollen und darf sie auch jeder Zeit beenden, wenn er der Auffassung ist, die Voraussetzung für eine Mediation seien nicht mehr gegeben.

  • Ergebnisoffenheit,
    d.h.: es gibt keine Vorbedingungen.

  • Vertraulichkeit,
    d.h. die in der Mediation besprochenen Inhalte werden sowohl von den Konfliktparteien, als auch von der Mediatorin vertraulich behandelt.

  • Informiertheit,
    d.h. die Konfliktparteien müssen über ihre eigene Situation (z.B. ihre rechtliche Lage), sowie über die Prinzipien der Mediation informiert sein. Darüber hinaus müssen alle für den Konflikt relevanten Informationen in der Mediation offen gelegt werden.