FA­­MI­­LIEN­­RECHT





Für mich als Fachanwältin für Familienrecht ist Vermittlung ein wichtiger Teil meiner Arbeit.

In der familienrechtlichen Auseinandersetzung sollte nie aus dem Auge verloren werden, dass die meisten Betroffenen auch nach einer Scheidung oder Auseinandersetzung einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft im Hinblick auf gemeinsame Kinder noch viele Jahre miteinander verbunden bleiben.

Mein Bestreben ist es daher, durch meine anwaltliche Tätigkeit vorhandene Gräben zwischen den Beteiligten nicht unnötig zu vertiefen. So sind das intensive Gespräch mit dem Mandanten, aber auch Versachlichung und der Dialog mit allen Beteiligten unabdingbar, um vorliegende Interessenkonflikte dauerhaft und erfolgreich aufzulösen.

Wird nach gemeinsamer Entscheidung der Gerichtsweg bestritten, werde ich Sie darin mit aller Entschiedenheit vertreten.


Das sollten Sie wissen

Unterhalt bekommt man erst ab dem Monat, in dem der Unterhaltspflichtige in Verzug gesetzt wird.

Das Bedeutet:

Der Unterhaltspflichtige muss nachweisbar angeschrieben und zu konkreten Unterhaltszahlungen, zumindest aber zum Zwecke der Unterhaltsberechnung zur Auskunftserteilung über seine aktuellen Einkommens- und Vermögensverhältnisse aufgefordert werden.

Zugewinngemeinschaft bedeutet nicht automatisch gemeinsames Eigentum an allen Vermögenswerten und gemeinsame Verpflichtung zur Begleichung von Schulden.

Vielmehr gilt:

Ist zum Beispiel ein Konto allein auf den Namen eines Ehegatten oder ist ein Ehegatte allein bezüglich einer Immobilie im Grundbuch eingetragen, gehört ihm das Konto oder die Immobilie auch allein und er kann mit gewissen Beschränkungen allein darüber verfügen. Hierauf sollte bei der Geldanlage und dem Kauf einer Immobilie geachtet werden.

Für Schulden wird im Wesentlichen nur gehaftet, wenn man sie auch persönlich eingegangen ist, zum Beispiel einen Darlehensvertrag mit unterschrieben hat. Das gilt es bei jedem Mitunterzeichnenden eines Darlehensvertrages bzw. dem Eingehen einer Verbindlichkeit zu beachten, um so mehr, wenn bereits eine Trennung im Raum steht.

Um beim Scheitern der Ehe einen finanziellen Ausgleich erreichen zu können, kommt es auch darauf an, welches Vermögen zum Zeitpunkt der Heirat vorhanden war, bzw. später durch Erbschaften, bzw. Schenkungen Dritter hinzugekommen ist. Dies lässt sich häufig bei einer langjährigen Ehe nicht mehr nachvollziehen. Es empfiehlt sich daher dringend, zum Stichtag der Eheschließung ein Verzeichnis aufzunehmen, in dem der Bestand und der Wert des jedem Ehegatten gehörenden Vermögens, einschließlich der Wertgegenstände und Schulden, dokumentiert wird.